essen für alle

… DER WIENER DEEWAN!

Was bedeutet essen für alle? Der Wiener Deewan soll ein möglichst andockbarer Ort sein – andockbar für ein breites Spektrum an Personen. Neben der Art der Küche und der allgemeinen Gestaltung des Lokales hängt diese Andockbarkeit wohl stark mit der Preisgestaltung zusammen.

Die Maxime A*L*L*Y*O*U*C*A*N*E*A*T*P*A*Y*A*S*Y*O*U*W*I*S*H appelliert an die Eigenverantwortung unserer Gäste: YOU DECIDE, WHAT WE CAN DO.

Wer auch noch in einem Monat / in einem Jahr hier essen kommen möchte, sollte dazu beitragen, dass ihm/ihr/uns das auch möglich ist = die Kellnerin bezahlt = die Kartoffeln geschält = die Stromrechnungen beglichen = der neue Kühlschrank eingekauft = das Fleisch herbeigeschafft = der Boden aufgewischt worden ist. Mittel- bis langfristiges Denken ist da gefragt.

Foto: Daniela Comani 2006

Seit Mai 2005 beweist unser Publikum jeden Tag aufs Neue seinen Sinn für Fairness und Balance, beschert dem Wiener Deewan tatsächlich schwarze Zahlen …

… und sichert sich somit selbst das ESSEN FÜR ALLE Tage, Wochen, Monate, Jahre, …

> q.e.d.

Thank you very much!

Keep on thinking!

Yours,

D1

 

 

Weiterführende Studien:

Im Laufe der Jahre wurden einige wissenschaftliche Untersuchungen unterschiedlicher Disziplinen zur Preispolitik des Restaurants durchgeführt, eine der ersten war

How Free Is You Lunch? Evidence from an “Eat-what-you-want-pay-as-you-wish” restaurant  by Gerhard Riener, Dept. of Economics, University of Essex, OK, 2008

Diese Studie wurde 2012 gemeinsam mit anderen Experimenten mit pay what you want Systemen, in den Proceedings of the National Academy of Science (PNAS) veröffentlicht: Pay-what-you-want, identity, and self-signaling in markets.

 

Weiters wurde der Wiener Deewan studiert in einer “mikrosoziologischen Feldstudie” von

Lehrner, Andreas (2008) Wirtschaftliches Handeln von Konsumenten in alternativen ökonomischen Projekten.
Diplomarbeit, Universität Wien. Fakultät für Sozialwissenschaften

 

Furthermore:

Christoph Rosenthal (2014) Christoph Rosenthal – Participatory Pricing in US, Ger & Aus. Master thesis in Global Communication, University of Southern California, Los Angeles, US.

 

Kim Berghout (2015) Kim Berghout Master Thesis Running a business based on trust. Mid Sweden University, Sweden.

Featuring

 

Weiterführende Praxis, z.B.:


Vor kurzem hat auch Youdit Berhane beschlossen, in ihrem Münchner Gewürzladen mit abessinischen Spezialitäten beim Essen vor Ort auf pay as you wish umzusteigen. Unter dem Motto “YOU & YOU & Co” zahlen Youdit’s Gäste ab sofort soviel sie können und wollen für grandiose Suppen, Hauptgerichte, siebenfruchtige Torten und Kuchen nach Rezepten aus Eritrea und Äthiopien.

Beim Pay-as-you-wish-Gipfeltreffen mit Finanzbilanz und Kardamom, WD Feber 2012

 

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Ein weiterer Ort, auf den uns unsere Gäste aufmerksam gemacht haben:  die Lentil as Anything Restaurants in Melbourne, Australien:

pay as you feel gilt hier seit dem Jahr 2000, mittlerweile wird an mehreren Standorten vegetarisch, bio & ehrenamtlich gekocht, serviert und musiziert – “Come into Lentil and pay it forward!”.

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Auch auf der anderen Seite der Weltkugel pay-as-you-wishts:

Das in Entstehung befindliche St. Jamestown Community Café in Toronto, Canada:

The St. Jamestown Community Cafe was launched in 2011. This pay-what-you-can cafe hopes to find a permanent home and establish Toronto’s first community powered PWYC eating establishment while also providing a place for community members to interact and be entertained. (Wikipedia)

Die crowd /crew-to-be ist momentan (Mai 2013) an der Ausarbeitung einer Feasibility-Study (!) an der auch wir die Ehre hatten, teilzunehmen. In der Zwischenzeit existiert das Projekt als Pop-Up-Café an bestimmten Tagen:

We have held several Café events, serving food prepared by some of the many Cooks who live in the community, and have enjoyed a great turnout! (St. Jamestown Community Café)
 

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Anlässlich einer temporären Aktion des Münster Zoos (“Wir hatten einfach nichts zu verlieren.”) verirrte sich der Begriff  “pay as you wish” kürzlich wieder in die Presse:

“Zahl, soviel du willst!”  in: DIE ZEIT, 14.01.2013, über Zoo, Radiohead, Weinerei & Co, bzw. …

Zoo Münster verlangte kein Eintrittsgeld und erzielte Umsatzrekord,  in: Der Standard, 21.01.2013, über Zoo, Radiohead und Wiener Deewan

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Thank you for granting the Wiener Deewan more than an Ein- bis Zweitagsfliegenleben and keeping this experimenterprise in orbit!

– since 2005:

 

Wiener Deewan 2005, Foto: Herbert Corn

 

A well-researched article on PAYW systems at work over the globe was published on 21 January 2014 by the BBC / Sara Eckel:

The pay-offs and perils of pay-as-you-wish

featuring:

  • Der Wiener Deewan (Vienna, Austria)
  • Lentil as Anything (Melbourne, Australia)
  • Pay as you Please (Killarney, Ireland)
  • Seva Café (Ahmedabad, India)

 

… noch weiter führt dieser Link: PAYW at large

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