D1 = D1

DER WIENER DEEWAN – at a glance:

pakistani food essen für alle
buffet  ~  take-away  ~  catering
Liechtensteinstraße 10,  A-1090 Wien
U2 Schottentor (exit: Hohenstaufengasse)
Tel.: 0043 – 1 – 925 11 85
 
Mo-Sa 11-23h, So + Fei: frei
Buffet: 11:30 – 22:30
closed on sun- & holidays!
 
reservations: 01 / 925 11 85
 
cash only (since 15/10/15 we take no more credit cards)
books, games, magazines, internet, w-lan
4 schanigarten seats, 2 kindersessel, rolli-glocke,
no dog no smoke
 
wiener deewan is not on fb > find us on liechtensteinstraße 10!
 
questions: d1@deewan.at

 

DER WIENER DEEWAN – in half a minute:

Curry Restaurant with all-you-can-eat-pay-as-you-wish buffet, featuring pakistani food: 2 meat curries (chicken/lamb/beef), 3 veg&vegan curries + dhal, basmati rice, salad, nan, sweets, … guests choose the price for their meal according to their satisfaction – and keep the balance since 2005! 3 floors incl. graffiti walls, divan, chill out meadow; many books, games, magazines; children chairs, camels & frogs; no dog no smoke.

Pakistanisches Curry-Lokal mit all-you-can-eat-pay-as-you-wish-Prinzip: Am mehrmals täglich wechselnden Buffet stehen jeweils 5 verschiedene Curries (2 Fleisch, 3 vegetarisch/vegan), Basmati Reis, Salat, Brot, div. Saucen, Süßspeisen zur Auswahl, die Gäste bestimmen den Preis für ihr Essen je nach Menge, Zufriedenheit und Liquidität. 75 Sitzplätze + Diwan + Liegewiese, Plexiglaswände für Botschaften an die Nachkommenschaft, Bücher, Spiele, Kindersessel, no dog no smoke.

 

 

DER WIENER DEEWAN hält sich selbst die Waage

Am 30. April 2005 (Tag der Arbeitslosen) eröffnete sich der Wiener Deewan, ein Curry-Lokal in Uni-Nähe mit pakistanischem Buffet und dem Grundsatz all you can eat / pay as you wish. Die Gäste bedienen sich am mehrmals täglich wechselnden Buffet mit vegetarisch-veganem Schwerpunkt und bezahlen danach an der Kassa je nach Menge, Zufriedenheit, Liquidität einen Preis, der ihnen richtig erscheint: „kostet … was ihr wollt!“. Getränke haben moderate Fixpreise, Wasser wird automatisch und kostenlos serviert.

Was anfangs als befristetes Experiment gedacht war, kann aufgrund der überwiegenden Fairness der von Konzept wie Qualität überzeugten Gäste seit über 10 Jahren beibehalten werden. Der Wiener Deewan bewegt sich als Idealversuch unter Realbedingungen im grünen Bereich und kann mittlerweile 6 Wochen im Jahr Ferien machen. In der übrigen Zeit arbeiten 2 Betreiber + derzeit 18 fest angestellte MitarbeiterInnen (teils ehemalige Gäste) Vollzeit, Teilzeit oder geringfügig im Wiener Deewan.

In rauen Mengen verkocht werden Produkte vom Weinviertler Bauern bis zum indischen Großhändler. Das Fleisch ist halal, wodurch auch Gäste, für die geschächtetes Fleisch ein Kriterium ist, den Wiener Deewan besuchen.

Durch die offene Preispolitik ist der Ort potentiell andockbar für ein breites Spektrum von Personen. In drei sehr unterschiedlichen Räumen mit “Trafik”, “Diwan” und „Liegewiese“ trifft sich ein transnationales und interkontinentales Publikum; der Rosenverkäufer sitzt neben der Bankangestellten, Curryfans treffen auf die Stammgäste aus der Nachbarschaft, Kinder turnen um StudentInnen und deren Eltern herum, insgesamt also ein buntes Bild mit zumindest zu Uni-Zeiten starkem studentischen Einschlag.

Foto: Eva Kern 2005

Am Beginn dieses Projekts stand: keine Alternative. Im Sommer 2004 ging es darum, dem gerade unfreiwillig in Österreich zwischengestoppten pakistanischen Asylwerber, Koch und Cricketspieler Afzaal Deewan eine Art Imbissstand zu organisieren. Meine Rolle bestand daraufhin im Telefonhopping zwischen Wirtschaftskammer, Asyl-NGOs und Gastromaklern – Resultat: Firmengründung mit österreichischem Partner ist der de facto einzige gemeinsame Treffer für die Stichworte „Asylwerber“ und „Arbeit, legal“. Ich wurde also Unternehmensgründerin wider Willen und erwarb mit geborgtem und eigenem Geld ein altes Wirtshaus im 9. Bezirk, den zukünftigen „Wiener Deewan“.

Die Entscheidung für pay as you wish hatte mehrere Motive. Afzaal Deewan schwebte eine Eröffnungsaktion à la „free food“ vor, da wir aber ohnehin schon die finanzielle Talsohle unterschritten hatten, optierten wir für „pay as you wish“. Außerdem wüssten die Leute selber sicher am besten, wieviel ihnen ihr Essen wert ist. Niederschwellig sollte es auf jeden Fall sein. Während ich weiters Konzepte wie das unbedingte Grundeinkommen und dessen simplen und radikalen Ansatz im Kopf hatte, waren es bei Afzaal Deewan seine Handelserfahrungen in Pakistan, die ihn an die Überlebensfähigkeit einer solchen „doppelt offenen Struktur“ glauben ließen.

Wir haben beschlossen, keinen Mindestpreis festzulegen, erlauben uns aber, wenn wir uns ausgenutzt vorkommen, die Leute darauf anzusprechen („feed the needy, but don’t get fed up!“), was allerdings vergleichsweise selten vorkommt. Tatsächlich scheinen sich also unsere Gäste „ihren Deewan“ erhalten zu wollen und füttern das kommunizierende Gefäßesystem des Wiener Deewan dementsprechend. Q.e.d.

Natalie Deewan

 

DER WIENER DEEWAN as seen by the outside world

 

DER WIENER DEEWAN and how it all came all about

 

Preise und anderes Lob

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.